Meet Magento ReCap aus Veranstaltersicht

Geschrieben von Rico Neitzel

Kategorien: Arbeit und Büro

Nun ist der 8. November und Tobias und ich haben Meet Magento #4.10 hinter uns gebracht! Vielleicht hat ja der eine oder andere Interesse, mal ein Feedback von unserer Sicht der Dinge zu lesen :)

Wir (netresearch und Büro 71a) hatten uns diesmal vorgenommen, ganz ganz frühzeitig mit allem zu beginnen. Location-Planung, Beiratsauswahl, Referenten und Themen, Zeitplanung, Medienpartner, Pressekram und und und.

Vieles ist diesmal wirklich besser gelaufen und nicht so hauruck, wie es bei der ersten und ab und an bei der zweiten Veranstaltung war. Jedoch war auch diesmal wieder der Web- und Printbereich recht knapp vor der Angst. Die Einlassbändchen für die Aftershow-Party wurden bis zum letzten Zeitpunkt hinausgezögert, damit auch ja alles seinen rechten Gang geht.

Zum Glück kam alles rechtzeitig bei Alice an. Die Tüten, Kugelschreiber, Schlüsselbändchen. Später dann die Einlassbändchen für die Aftershow-Party und diverse Flyer. Am Vorabend dann kam die fünf-männige Crew von Mittwald pünktlich mit Tobias und mir an der GaraGe an. Die Programmhefte und Blöcke im Schlepptau machten wir uns gleich daran, die ganzen von Alice und Annemarie vorbereiteten Tüten mit den letzten Utensilien zu versorgen.

Am Vorabend

Um 18 Uhr, nachdem wir noch ein bisschen mit den Jungs von et solution (Netzwerk/Streaming/Ton) sprachen, haben wir uns dann auf den Leipziger Heimweg gemacht. Um Acht Uhr war geplantes Sponsorentreffen.

Kurz zuvor klingelte jedoch mein Telefon: Großräumige Absperrung in der Innenstadt – Bombenfund beim Zoo. Das war jetzt nicht geplant. Zudem regnete es nicht schlecht. Aber das war ja bis jetzt immer, wenn wir nach Leipzig gefahren sind. Vor dem Hotel angekommen, hatten uns die freundlichen Beamten der Polizei Leipzig dann auch direkt ins Hotel gelassen. Ging, trotz Absperrung, erstaunlich einfach. Die Abendveranstaltung mit den Sponsoren war sehr schön und es gab jede Menge nette Gespräche, abseits des üblichen Troubles an den Veranstaltungstagen.

Nachdem Tobias und ich uns noch kurz zu den anderen Community Mitgliedern ins Spizz verzogen hatten, traten wir dann halb elf den Heimzug an und lagen um 12 durchnässt und leicht unterkühlt dann endlich im Bett.

Tag 1

Donnerstag morgen standen wir (fast) pünktlich am Auto und wurden nur vom üblen Berufsverkehr in Leipzig davon abgehalten, wirklich halb 9 schon in der GaraGe aufzuschlagen. Ich hatte im Kopf nochmal die Punkte der Keynote durchgearbeitet, die ich am Vorabend noch fix zusammengebaut hatte. Diesmal wollte ich auch mal das eine oder andere Slide über den Beamer feuern.

In der GaraGe angekommen, empfing mich Alice dann auch schon mit der Hiobsbotschaft: In der Moritzbastei hat es gebrannt. Mehr wisse sie noch nicht, sie versucht pausenlos, jemanden zu erreichen. Okay. Also musste ich schnell den Slide mit der Aftershow-Party anpassen. Das war einfach.

Ich glaube, wir starteten leicht verspätet, aber mit vollem Saal. Es ist immer wieder schön, zu sehen, dass sich jedes mal aufs Neue so viele Leute nach Leipzig begeben, um mit uns gemeinsam dieses Community Event zu zelebrieren. Ich erklomm also den Mount Everest der Präsentationstechnik, schloss meinen tragbaren Rechenknecht an und konfigurierte mich 10 Minuten zurecht. Dann ging es los! Ich versuchte, die mangelnde Übersicht auf meinem eigenen Display durch ungezielte Blicke in den Hintergrund zu kompensieren und stammelte mich – gefühlt – durch die Präsentation. Mit der Zeit bekommt man sogar ein bisschen Routine, in eine solche Menschenmenge zu sprechen, mit einem Mikrofon vor der Nase und der Kamera mit ihrem unerbittlichen Waffenrohr. Als ich dann das Wort an Roy Rubin übergab, fiel der erste Stress von mir und ich verzog mich brav nach hinten zur Technik, um Twitter und Skype anzuwerfen.

Tobias hatte ich bis jetzt nicht mehr gesehen, war mir aber sicher, dass er emsig Fotos sammelte, wie Bienen den Blütenstaub. Leider ist es während des Veranstaltungstages meist so hektisch, dass ich von all den spannenden Themen, Vorträgen und Diskussionen rein gar nichts mitbekomme. Das ist immer ein bisschen Schade, denn viele Themen sind mehr als spannend. Dieses Mal war es jedoch im Twitter erstaunlich ruhig. Vielleicht kann mir ja mal jemand verraten, warum bei den Teilnehmern diesmal andere oder gar keine (?) Short-Notice-Dienste im Kurs standen? Da war es auch etwas schwierig, den Teilnehmern aktuelle Informationen mit auf den Weg zu geben: „Die Aftershow-Party findet wie geplant statt!“ – Irgendwie hatte das auch nach Stunden KEINER mitbekommen.

Was jedoch schön war: Diesmal gab es fast nur positive Kritik. Das W-Lan hatte zwar ein paar technische Probleme mit dem Roaming, aber mit unserer dicken Leitung, dem super Streaming und der Aufnahme- und Tontechnik waren wir diesmal wieder 1-a aufgestellt.

Wer mich schon bei den letzten drei Veranstaltungen gesehen hat, dem ist vielleicht etwas aufgefallen. Diesmal habe ich bewusst auf die legere Kleidung, bestehend aus schmutzigen Turnschuhen und löchriger Jeans, verzichtet und stattdessen eine Anzughose und ordentliche Schuhe aus dem hintersten Schrankfach gekramt. Das mit den Schuhen sollte sich am Freitag Abend dann als dämliche Entscheidung, was den Schmerzgrad angeht, herausstellen. Aber zweifelsohne passten sie zur Hose. Aber fürs nächste Mal werde ich wohl mal ein paar andere Schuhe kaufen müssen. Sonst hab ich wahrscheinlich in 2 Jahren einen schweren Wirbelsäulenschaden.

Ein besonderes Schmankerl waren die Masseure, die ab Mittag gestressten und verspannten Programmierern kostenlos zur Verfügung standen. Schade, schade, dass ich keine Zeit gefunden habe, mich auch mal 10 Minuten durchkneten zu lassen :)

Nachdem der erste Tag mit viel Hin- und Her-, Hoch- und Runtergerenne im wahrsten Sinne des Wortes ‚gelaufen‘ war, ich auch Zeit fand, mit verschiedenen Leuten ein kurzes Gespräch zu führen, ging es dann erstmal zum Zwischenstop nach hause. Auf Grund meines neuen Hobbies habe ich mich für diese Nacht mit meiner Cousine und ihrer Freundin zum Nacht-Cachen verabredet. 3 Caches von einer Serie (Rote Blitze) wollten wir machen, also packte ich erstmal mein ganzen Caching-Zubehör zusammen. Das sollte dann auch der erste Test und realen Bedingungen für die neue Fenix werden. Vorher ging es aber in die Moritzbastei zum Feiern mit den anderen.

Aftershowparty

Pünktlich um 20 Uhr erreichten wir bei gefühlten 40 km/h Windgeschwindigkeit dann mit böenverursachter, leichter Schieflage den Eingang zur Ausweichlocation in der Moritzbastei. Die Party schien schon voll im Gange zu sein. Ich krallte mir noch schnell Thomas Lohner von SysEleven, der bei der letzten Aftershowparty mit Missfallen kritisierte, dass die Getränke (als Vollsuffbremse gedacht) selbst zu zahlen gewesen seien. Dann betraten Thomas, Kristina (von visions new media) und ich die zugegebenermaßen zu klein geratene Bühne und kündigten jeder für sich an, was es eben anzukündigen gab.

SysEleven habe ich dann brav öffentlich vorgeführt um sie sogleich zu den Helden des Abends zu machen, als noch im Satz „… und deswegen sind die Getränke heute Abend …“ bereits das Pfeiffen, Klatschen und Schreien mein zartes Stimmchen zum Ersterben brachten.

Die Party war also eröffnet und wir stürzten uns auf das wirklich leckere Buffett und ich genehmigte mir auf Kosten des Getränkesponsors auch gleich mal ein leckeres Ginger Ale. Wir hatten viele nette und schöne Gespräche an diesem Abend, der dann skurriler Weise von unserem Showact untermalt wurde. Ich möchte öffentlich bekunden: Ich wusste nichts davon. Den Showact organisiert Thomas Fleck immer ganz alleine! Und nein, die Feuerkünstler hatten NICHTS mit dem Brand am Vorabend zu tun :)

Wir haben uns nach der Feuerkunst dann zu einem letzten Getränk mit Roman, Nick, Matthias und den anderen zusammengesetzt und uns danach heimlich vom Acker gemacht. Diese Nacht sollte ja noch zur Schatzsuche dienen.

Tag 2

Der nächste Tag begann für mich leider mit Kopfschmerzen, was mir den Start in den Morgen etwas verhagelt hatte. Scheinbar ging es auch für viele andere Teilnehmer nicht so flink in den Tag, denn die Reihen ließen um 9 noch deutlich Menschen vermissen. Also verschoben wir den Start spontan um 30 Minuten, die dann ausgereicht hatten, dass 75% der Gäste mehr oder weniger fit die Stühle mit Leben versorgten.

Der zweite Tag verlief fast reibungslos und es fand sich zwischen all dem Organisieren auch etwas Zeit, wieder ein paar Gespräche zu führen. Die Verabschiedung lief leider nicht wie geplant, da auf Grund Zeitmangel keine Blumen für die Mädels besorgt wurden. Das tut mir an dieser Stelle sehr leid und ich verspreche, dass ich das noch gerade biegen werde :) Die Vorträge und Panels des zweiten Tages waren, nach dem, was ich so mitbekommen habe, auch sehr gehaltvoll und die Teilnehmer hatte ihren Spaß bei BarCamp und Gesprächen.

So gingen wieder zwei-einhalb Tage Meet Magento mit tollen Leuten und einer super Stimmung zu Ende. Tobias hatte fleißig Fotos geschossen und war nach all der Rennerei auch sichtlich erschöpft und so haben wir uns wieder in meinen kleinen Lupo gezwängt, ich habe ENDLICH wieder meine Turnschuhe angezogen und wir haben uns auf die 3-stündige Heimreise begeben.

Um 9 war ich dann endlich wieder bei meiner kleinen Familie und ich glaube 10 nach 9 im Bett – heureka.

An dieser Stelle auch von mir privat ein dickes, dickes Dankeschön an Alice und Anni von netresearch und ein ebenso dickes Dankeschön an all die Sponsoren, die meist mit finanzieller, teils mit materieller Unterstützung zu diesem tollen Erfolg beigetragen haben. Dankeschön auch an Tobias, der sich die Füße plattgelaufen hat, um all die vielen Fotos zu schießen.

Und wer nächstes Jahr auch mal mithelfen möchte, darf sich gerne an mich wenden. Wir haben immernoch tolle Ideen, wie wir die Veranstaltung verbessern können, die aber auch leider alle wieder etwas mehr Geld kosten :(

PS: Die Bilder – soweit wir es schaffen – sollten am Mittwoch dann im Rückblick zu finden sein.

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