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CODA – Des (Web)Programmierers Werkzeug am Mac

4. Juli 2011

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Wie kam ich zu Coda?

Panic CODA

Panic CODA

Ich habe früher eigentlich ausschließlich auf Windows gearbeitet. Warum? Ganz einfach: Ich hatte nie das Geld und schon gar keinen Grund mit einem Mac zu arbeiten; und Unix? Nein, so viel Nerd bin ich dann doch nicht. Und wer auch immer behauptet, mittlerweile sei Unix so einfach geworden, wie Windows, der soll mal bitte in einen großen Discounter technischen Vollsortimenter gehen und mir sagen, wie viele Geräte von Windows, OS X und eben einem der vielen Unix-Klone getrieben werden. Seit einigen Jahren nun hat sich Apple ja vom Underdog über eine Designerdroge hin zum Massenanbieter entwickelt. Gratulation an dieser Stelle an Apple, Beileid jedoch an die Mac-User. Wieso? Das erkläre ich mal in einem anderen Post. Soviel sei gesagt: Ich finde jedes System für sich hat seine Vor- und Nachteile. Windows, OS X und sicher auch Unix sind alle zusammen gut.

Mit “modernen Medien” – das Wort “modern” trifft wohl heute nicht mehr zu – habe ich mich bereits seit 1996 beschäftigt. Ich war damals schnuckelige 14 Jahre und hatte meinen ersten Pentium am Start. Relativ schnell kam ich auf das Thema “Internet” und die damit verbundene MarkUp-Sprache “HTML”. Damals habe ich meinen ersten Gehversuche im Notepad von Windows 95 gemacht. Super sage ich euch. Relativ schnell aber war das sehr umständlich und so habe ich nach etwas Recherche den HTML-Editor Phase 5 von Uli Meybohm gefunden. Dieses Tool sollte mit seinen Funktionen fortan die Messlatte für andere Tools werden.

Im Jahre 2009 entschloss ich mich, mit einem sehr guten Freund eine kleine Agentur zu gründen. Tobias aber war schon vor seiner Geburt unabänderlich mit der Obstmarke verbunden. (Wenn ich genauer darüber nachdenke, wundere ich mich, dass er sich nicht ein Stück aus dem Kopf gebissen hat… :-o )

Da ich in meinem Agenturalltag bereits täglich mit OS X gearbeitet hatte, war mir das System also weitgehend vertraut und so hatte sich dann im März 2010 der Entschluss gefestigt, meinen ersten eigenen Apfel für die Produktion zu kaufen. MacBook Pro – willkommen daheim! Mit diesem Wechsel wurde aber auch die Notwendigkeit gegenwärtig, den guten alten, mittlerweile auch in die Jahre gekommenen HTML Editor Phase 5 zu ersetzen.

Ich habe wirklich viel getestet und am Ende blieb: Coda – ein Texteditor aus dem Hause “Panic” mit vielen nützlichen Funktionen.

Was ist Coda?

Coda ist in erster Linie ein Texteditor für Webworker. Man kann damit Texte schreiben und als Dateien speichern. Dabei kann man – mittlerweile natürlich – das Textencoding der zu speichernden Dateien selbst festlegen. Phase 5 konnte leider keine UTF-8 Dateien schreiben, weswegen der Editor über kurz oder lang sowieso ersetzt hätte werden müssen.

Coda besitzt auch ein Syntax-Highlighting für diversere Programmier- und MarkUp-Sprachen. Mit dabei AS, ASP, Ruby, Phyton und natürlich auch PHP. Dazu kommen Javascript, HTML und und XML.

Zu diesen Formaten ist es außerdem möglich, weitere Highlighter zu installieren. So habe ich noch zwei weitere in meinem Coda: TypoScript und WordPress.

Welche Funktionen besitzt Coda?

Code Navigator

Code Navigator

Aber was kann Coda wirklich? Codas Benutzeroberfläche bietet neben dem Editor einen Browser, der auf das lokale Dateisystem zugreift. Wahlweise kann dieses Fenster auch auf den integrierten FTP-Browser umgeschaltet werden. Hier wird es spannend, wenn man einmal Dateien direkt auf dem Server bearbeiten möchte. Zudem bietet Coda einen sogenannte “Code Navigator“. Dieser Code Navigator analysiert regelmäßig den Inhalt der geöffneten Datei und zeigt mit unterschiedlichen Icons Funktionen, Klassen, Kommentare und Überschriften an. Besonders die “Bookmark”-Funktion über die Kommentare innerhalb einer Datei ist sehr sinnvoll, damit man schnell zu bestimmten Abschnitten innerhalb des Dokuments kommt. Weitere Tips zur Kommentarfunktion im Code-Navigator gibt Panic im Developers Blog.

Da Coda mit SubEthaEdit verwand ist, gibt es für Bonjour-Nutzer im gleichen Netzwerk eine schöne Möglichkeit, gleichzeitig an einem Dokument zu arbeiten – und sei es nur, dass man dem Mitarbeitenden etwas zeigen möchte, ohne Code kopieren zu müssen.

Auch die “Suchen und Ersetzen” Funktion in Coda ist sehr mächtig. So kann man in Coda per Benutzeroberfläche nach variablen Inhalten suchen, in dem man sogenannte “Wildcards” in die Suchanfrage hineinklickt. Besonder schön ist, dass man die Wildcards im Ersetzen-Muster wieder einfügen kann. Damit lassen sich kleine RegEx-Suchen bereits im Editor lösen.

Suchen und Ersetzen mit Wildcards

Suchen und Ersetzen mit Wildcards

Über die eingebaute Preview kann man HTML-Dokumente während der Eingabe bereits in einer Safari-Instanz ansehen und so ähnlich einem WYSIWYG-Editor arbeiten.

Wie lässt sich Coda im Arbeitsalltag sinnvoll einsetzen?

Richtig spannend aber wird Coda erst mit den sogenannten “Sites”.

Sites Übersicht in CODA

Sites Übersicht in CODA

Je nach Projekt kann man in Coda kleine Projekte anlegen, in denen die wichtigsten Informationen bereits hinterlegt sind: URL der Seite im Web, Pfad zur DocRoot, lokale Preview-URL (sofern ein lokaler Entwicklungsserver genutzt wird) inkl. DocRoot natürlich. In Verbindung mit einem FTP-Zugang kann man nun bereits ein nettes Feature nutzen: Publishing. Bei diesem Vorgang wird das lokale Verzeichnis mit dem Verzeichnis auf dem FTP-Server auf Knopfdruck synchron gehalten. Der Vorteil: Man arbeitet offline an einem Projekt und lädt später nach Abschluss der Arbeiten per Knopfdruck aus diversen Verzeichnissen die aktualisierten Versionen der Dateien auf den Server.

Obendrein kann man einer Site auch einen Telnet-Zugang hinterlegen und das in Coda eingebaute Terminal direkt nutzen.
Viele Agenturen arbeiten aber mit einer richtigen Versionskontrolle wie SVN. Hier kann man dann die letzte Trumph-Karte aus dem Bereich “Sites”-Nutzung auf den Tisch werfen: den integrierten SVN-Client, mit dem man die lokal gemachten Änderungen direkt in das Repository übertragen kann.

Ein kleines Leckerli der Sites-Funktion: Hat man die URL der Seite eingetragen, welche zu diesem Projekt gehört, erzeugt Coda automatisch eine kleine Vorschaugrafik und zeigt diese in der “Sites”-Übersicht an.

Na gut. Zwei hab ich noch. Coda vereint die Funktionen in der oberen Toolbar. Dort gibt es jeweils einen Button für “Sites”, “Edit”, “Preview”, “CSS”, “Terminal” und “Books”. Oha – genau, da waren die beiden.

CODA - Toolbar

CODA - Toolbar

Noch nicht genannt hatte ich den CSS-Editor und den “Books”-Bereich. Der CSS-Editor kann wahlweise im WYSIWYG Modus betrieben werden. Dabei sieht man dann in einer Spalte übersichtlich alle vorhandenen Definitionen  mit einer kleinen Vorschau und kann diese mit einer sauber gegliederten und durchdachten Benutzeroberfläche anpassen. Wer es lieber rudimentär mag, der kann die Benutzeroberfläche durch Eingabefelder ersetzen. Vorteil gegenüber der Bearbeitung im reinen Texteditor ist die Übersicht über alle vorhanden CSS-Befehle und deren schöne Gliederung.

Zuletzt bleibt noch der von mir etwas stiefmütterlich behandelte Books-Bereich. Hier kann man sich diverse Nachschlagewerke zusammenstellen, die man im täglichen Arbeitsleben so braucht. Neben einer HTML-, CSS-, und JavaScript Referenz, welche im Auslieferungszustand schon vorhanden sind, habe ich mir hier noch eine PHP-Referenz dazu gepackt.

Und wem all diese Funktionen noch nicht reichen: Coda hat eine ausgereifte PlugIn-Schnittstelle, über welche man diverse PlugIns von Drittherstellern andocken und somit den Funktionsumfang von Coda weiter verbessern kann.

Mit welcher Software kann Coda interagieren?

Nutzer der Panic-Software “Transmit” haben den Vorteil, dass die dort angelegten Favoriten in Coda importiert werden können. Außerdem ganz nützlich für Besitzer einer Changes-Lizenz: Changes kann ebenfalls über die PlugIn-Schnittstelle mit Coda verbunden werden.

Welche Funktionen fehlen Coda?

Es gibt aber trotz allem ein paar Funktionen, die Coda noch nicht beherrscht. Oft von mir genutzt gibt es da das “Prefix’ing” und “Suffix’ing” von Zeilen. Was bedeutet, dass ich bei der von mir markierten Anzahl an Zeilen automatisch vorne und/oder hinten einen String hinzufügen lassen kann. Ein kleiner Workaround ist hier das “Blockediting”, bei dem ich mehrere Zeilen mit Alt+Markieren auswähle und dann die Eingaben am Cursor auf alle Zeilen übernommen werden. Damit lassen sich jedoch nur am Anfang der Zeilen leicht Änderungen vornehmen (Änderungen daher, weil auch das Löschen über mehrere Zeilen hinweg geht, was wiederum sehr praktisch ist). Jedoch ein <br /> oder einen beliebigen anderen String an eine Zeile anhängen, geht mit der Blockedit-Methode nur sehr unbefriedigend, da bei unterschiedlicher Zeilenlänge der Text dann nicht am Ende der Zeile sonder an der Cursor-Position hinzugefügt wird.

Auch die Integration mit Transmit ist nur mäßig sinnvoll umgesetzt. So ist es zwar möglich, Favoriten von Transmit zu importieren, das ist jedoch ein einmaliger und unidirektionaler Vorgang. Ich kann also meine Sites nicht entweder in Transmit oder Coda pflegen sondern muss immer beide Tools manuell auf dem Laufenden halten. Das soll aber in zukünftigen Versionen (#2?) verbessert werden. Hoffentlich.

Ein anderes Feature, das momentan noch fehlt aber wohl bereits in Umsetzung ist, ist das sogenannte Codefolding. Das macht nichts anderes, als zwischen bestimmten Zeichen wie zum Beispiel { geschweiften Klammern } bei einem Klick auf das heiße “Minus”-Icon den Text zwischen diesen Zeichen auszublenden. Damit kann man ganze Funktionen beispielsweise mit einem Klick auf- oder zuklappen. Wie intelligent diese Funktion sein wird, kann ich jetzt leider noch nicht sagen, aber vielleicht werden auch alternative Syntax wie if(): mit endif; unterstützt. Auch hier heißt es: Das Beste hoffen!

Wo bekomme ich es?

Bleibt nun die Frage, woher bekomme ich Coda und wie tief muss ich in die Tasche greifen. Beides ist recht schnell beantwortet: panic.com – 99 USD :)

Und nun viel Spaß beim Coden!

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CeBIT 2011 – Review

4. März 2011

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Ein langer CeBIT Tag ist mit einer schönen T3N-Blogger-Party zu Ende gegangen. Seit heute morgen 7.29 sind wir auf Achse gewesen. Pünktlich in Hannover angekommen, sind wir erstmal von Halle 13 bis zum “sozialen” Brennpunkt – Halle 6 - spaziert, vorbei an allerlei kleinen Ständen ausländischer Computerteile-/Zubehörhersteller. In Halle 6 angekommen war die erste Anlaufstelle die Blogger-Lounge des T3N, Händeschütteln mit Andreas Lenz und Jan Christe. Auch Alexander Ringsdorff hat nicht lange auf sich warten lassen und schließlich ist auch noch die Nanny der Yeebase Jungs aufgeschlagen – Nadine.

Nach einem kleinen Orientierungsrundgang gab es dann 10.50 Uhr auch den ersten für mich interessanten Webciety-Panel-Slot: “Plattformen für Community Management” mit Vivian Pein, Social Media Managerin und Herrin über diverse Online-Communities, als Vertreterin der Community Manager und Jens Bender, IntraWorlds sowie Oliver Ueberholz, mixxt GmbH, beide als Vertreter von Anbietern für Community-Management Portallösungen.

Vivian Pein hat als ersten Wunsch an Softwarehersteller die Bitte nach einer “Feueralarm”-Funktionalität gerichtet. Community Manager (CM) brauchen eine effektive und schlanke Lösung innerhalb der Plattform, die schnell und präzise über kritische Vorgänge in der Community berichtet. Geschaffen werden müssen Algorithmen, die intelligent entscheiden können, ob ein Thema gerade kontrovers diskutiert wird und einen Brennpunkt innerhalb der Community darstellt. Schlagworte in diesem Bereich sind ganz klar Flamewars, Trolle und Fakes.

Ebenso wäre es wünschenswert, dass die Menge an Meldungen aus der Plattform und der Community selbst nicht einfach nach chronologischer Abfolge angezeigt werden, sondern eine (teil)automatische Priorisierung stattfindet, sodass wichtige Vorfälle schneller bearbeitet werden können.

Die Betrachtung beider Lösungsanbieter war leider sehr branchenorientiert, sodass die Anforderungen internationaler Communities in den teilweise sehr werblich ausgerichteten Antworten nicht widergespielt wurden.

Meine Frage nach der Skalierbarkeit (nicht technisch sondern prozessorientiert) konnte leider nicht hinreichend beantwortet werden, letztlich wohl auch, da es für diese Probleme (internationaler CMs) einfach keine Lösung GIBT. Durchaus lösbar ist die Wissensdiversifikation in der Community bei mehrsprachigen Communitybereichen durch Clusterbildung gezielt zu einzelnen Themenblöcken über die Sprachen hinweg. Hier ist jedoch manuelles Handeln gefragt, was abhängig von der Größe der Community bis zur Unmachbarkeit ausarten könnte.

Alles in allem aber war die Diskussion sehr aufschlussreich, wenn gleich das Fazit lautet: Community Management ist und bleibt wohl auch noch etwas Handarbeit.

Im Anschluss an die Community-Diskussion begaben sich neben einem alten Bekannten der eCommerce-Branche – Alexander Ringsdorff – auch Alexander Neuhausen von Intershop, Christan Grötsch von dot.source – einem ebenfalls bekannten Meet-Magento-Partner – sowie Dieter Kartmann von Shopgate auf die Bühne um über aktuelle Trends im und die Zukunft des eCommerces zu sprechen. Spannendes Thema immernoch oder auch gerne immer wieder: Mobile Commerce. Mittlerweile kristalisiert sich aber dank der Einführung neuer NFC-Technologie eine Verschiebung von mCommerce zu mPayment heraus. Wird sich also zeigen, wie diese Entwicklung weitergeht.

Natürlich fiel – nicht zuletzt Dank Herrn Grötsch – das Gespräch auch auf Facebook und somit Social Media. Hier sehen alle Teilnehmer eine kontroverse Entwicklung. Zum einen bestehen bei Facebook immer wieder und ständig neue Datenschutzbedenken, zum anderen ist die Graph-API mit ihren Zugriffsmöglichkeiten ein sehr mächtiges Werkzeug beim aktiven Kampf um Warenkörbe und Absatz. Vielleicht gibt es demnächst auch mal eine eCommerce Podcast Folge zum Thema Facebook.

Jetzt wurde es dann Zeit für eine kleine Mittagspause und meine Frau und ich wollten uns auf den Weg zu Halle 2 machen. Dort gab es schließlich den OS X Businesspark, welchen ich als mittlerweile konvertierter OS X User sehr spannend fand.

Unterwegs konnten wir uns noch schnell einen guten Espresso er’gaunern’ – unser Dank gilt hier Herrn Oliver Schmidt von PCS – Zugangskontrollsysteme. Der verwendet zwar weder Facebook noch Twitter, aber hat sich anschließend, denke ich, sehr über uns fast 20 Minuten dauerndes Gespräch gefreut. So wurde aus einem Kaffeeschnorren (der normale CeBIT-Kaffee ist grauenvoll!) tatsächlich ein wertvolles und sehr angenehmes Gespräch. Hoffentlich nutzt er XING ;-)

In Halle 2 angekommen habe ich mich am Stand der OSXperts mit Herrn Blome, CEO ProjectWizards, über Merlin unterhalten. Tatsächlich konnte ich noch eine Menge lernen und freue mich über die kleine, kostenlose Privatschulung. An dieser Stelle auch nochmal ein kleines Testimonial zu Merlin:

Ich kann wirklich jedem der mit OS X arbeitet und Projekte verwalten muss Merlin nur wärmstens empfehlen. Die Software ist überdurchschnittlich durchdacht, sehr integrativ und – und das ist vielen OS X Anwendern ja auch wichtig – schick. Wir im Büro 71a setzen Merlin zu Verwaltung unserer gesamten Projekte und Ressourcen ein und können uns einen Projektalltag ohne Merlin nicht mehr vorstellen. Danke!

Nach einem netten Plausch mit Andreas Kuhn, Adobe Certified Expert, über die Tücken und Fehlentwicklungen bei Adobe habe ich über unsere Billingsprobleme mit Herrn Ilias Vassiliou gesprochen. Seine Firma ist in Deutschland die Generalvertretung der Herstellerfirma Marketcircle, welche Billings (Pro) und Daylite programmieren. Billings ist die bei Büro 71a eingesetzte Projekt- und Rechnungssoftware, hat jedoch noch hier und da kleinere “Macken” die wohl teilweise in bald kommenden Updates behoben werden :) Ich bin ja mal gespannt :)

Dank Messepreis und amüsanten Verkäufern habe ich dann für die Firma auch einen Livescribe Echo SmarPen gekauft. Tolles System, dem ich vielleicht mal einen zusätzlichen Blogpost spendieren werde. Soviel vorne weg: es erkennt meine Sauklaue. Unglaublich aber wahr!

Sascha Lobo, sozialen Brüllaffe der deutschen Nation, habe ich dann in Halle 6 zu seinem Vortrag um eine Stunde verpasst. Wer weiß, wozu es gut war :) Also fix nochmal vor in Halle 2 bei Drobo vorbeischauen, weil unser Drobo in der Firma gerade lustige Dinge treibt. Montag also doch mal beim Service anrufen. Es scheint wohl nur ein Softwarefehler der Dashboard-Software zu sein. Hoffentlich ;-)

Nach einem Bier, ner Cola und nem Wasser bei der T3N-Blogger-Party haben wir uns nun wieder auf den Heimweg gemacht und schlagen wohl pünktlich halb 10 in Würzburg wieder auf.

Fazit des Tages: Toll – endlich mal eine CeBIT die wieder Spaß gemacht hat, super Kontakte, praktisches Wissen gesammelt. So muss es sein. Danke!

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Auf dem Weg zur CeBIT 2011

4. März 2011

0 Kommentare

Ich sitze gerade im ICE, neben mir meine Frau – einen Schoppenfetzer Krimi aus dem Würzbuger Buchverlag Hellmund lesend – und wir sind auf dem Weg zur diesjährigen CeBIT in Hannover. Der Zug ist rappelvoll, teilweise mit Betrunkenen Pöblern, teilweise mit ungelenken Remplern.

Unser heutiger Dienstplan sieht einen ausgedehnten Besuch der Webciety vor. Speziell für mich interessant der Beitrag über Community Management von Vivian Pein, HERMES und vielleicht auch des eCommerce Panels mit Alexander Ringsdorff. Leider hatte ich keine Zeit mehr, kompromittierende Fragen für Alex vorzubereiten, sodass er sein Panel wohl ohne schlimmere Zwischenfälle beenden darf :)

Mit im Gepäck ist ein Pulk an Fragen für eine deutsche Firma, die als Marketcircles Billings-Integrator auf der CeBIT ausstellt. Ich bin gespannt, was die Damen und/oder Herren zu sagen haben, wenn es um Gutschriften, Projekte, Bugs und Unannehmlichkeiten geht.

Am Abend freuen wir uns dann auf die T3N-BloggerParty, damit wir für die Zugfahrt um 19.30 (so keine streikbedingte Verspätung eintritt) gut gelaunt und bestens abgefüllt sind.

Einen kleinen Bericht schieße ich später hoffentlich nach.

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Magento und die sogenannte “Wohlfühl”-Community

18. Februar 2011

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Ich habe vor wenigen Tagen sowohl den Blogpost von Jochen Krisch als auch den dadurch angestoßenen Blogpost von Roman Zenner zum Thema “Was ist los mit der Magento Community” gelesen.

In meiner Funktion als Magento Community Manager Germany möchte ich meine eigenen Gedanken zu den beiden Artikeln hier loswerden und “zwischen den Zeilen antworten”.

“Enttäuschend ist für ein Unternehmen wie Magento, das Offenheit und den Open Source Gedanken propagiert, sicherlich, dass es seine Community über den Ebay-Einstieg ein Jahr lang im Dunkeln gelassen hat.”

Jochen Krisch

Grundsätzlich finde ich es auch – im Generellen – nicht schön, wenn mir jemand etwas vorenthält. Und auch ich in meiner ehrenamtlichen Funktion als Community Manager wusste ich nichts von diesem Engagement PayPal/eBays. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand war jedoch schnell klar, woher die 22 Mio. stammen. Nicht umsonst zierte das Magento Adminpanel nach dem Deal ein dickes PayPal-Logo in der Konfigurationsübersicht, neue PayPal-Funktionen kamen hinzu und die allgemeine Integration der Zahlungsschnittstelle wurde stark ausgebaut.

Ich sehe Magento (ehemals Varien) als ein marketinggetriebenes Unternehmen. Als solches hat diese Ankündigung durchaus zwei positive Funktionen:

  1. Attraction: Der Hype um dieses Investment schürt weiter das Nachrichtenfeuer um die Software und trägt so maßgeblich, wenn auch ungewollt, zu deren weiterer Verbreitung bei.
  2. Durability: Mit einem Betrag von 22 Mio. kann ein “Start-Up”, als welches ich Magento immernoch bezeichnen möchte, eine Menge bewegen. Also liegt auch nahe, diese Information an die Öffentlichkeit zu tragen. Dass dabei der Investor verschwiegen wird, kann durchaus den Grund haben, dass das Kind von der Öffentlichkeit nicht schon zu Grabe getragen wird, bevor es auf die Welt kam.

Weiterhin schreibt Jochen Krisch in seinem Artikel:

“Andererseits muss man festhalten, dass man selten eine so handzahme Community gesehen hat wie bei Magento. Und man fragt sich, wann sich die Magento-Community, so sie denn für die Zukunft von Magento überhaupt noch eine Rolle spielt, endlich emanzipiert und mehr Einfluss auf Strategie und Produktentwicklung einfordert.”

Jochen Krisch

Wenn Jochen hier die Entwicklung von Magento aufmerksam verfolgt hätte, wovon ich eigentlich ausgehe, wäre ihm sicherlich aufgefallen, dass die Community sehr wohl Einfluss auf die Entwicklung der Software genommen hat und auch weiterhin nimmt.

Nicht zuletzt sind die gravierenden und immer wieder gemachten Änderungen und Verbesserungen in der Steuerberechnung der Community in Deutschland zu verdanken. Es wird also tatsächlich auch eingefordert, wenn der Ruf nach Beteiligung vorhanden ist.

“Außerdem hatte die Magento-Community sowieso zu keinem Zeitpunkt ernsthaften Einfluss auf die Software, weder in strategischer noch in technischer Hinsicht. Der Core wird ausschließlich von Magento gepflegt und weiterentwickelt, externe Entwickler können lediglich Patches und Bug-Reports einsenden ohne letztlich zu wissen, ob und wie diese eingesetzt werden.”

Roman Zenner

Wenn man die Mitarbeit der Community am Grad des “Ich schreibe Code in den Core” messen möchte, ist diese Aussage vollkommen richtig. Allerdings sehe ich die Mitbestimmung in technischer wie auch strategischer Sicht nicht nur auf Code-Submission begrenzt. Vielmehr ist es ein aktiver Kommunikationsprozess und fortwährende Evaluation der Ergebnisse. Ich stimme zu, dass die Prozesse noch nicht ideal sind, aber wie ich eingangs schon erwähnte, für mich ist Magento mit 3 Jahren immernoch ein StartUp. Gerade im letzten Jahr wuchs Magento signifikant an – viele Mitarbeiter wechselten und noch mehr kamen neu hinzu.

Ich kann verstehen, wenn Unmut entsteht, aber ich hoffe auch auf Verständnis einem Unternehmen gegenüber, dass Großes leistet und sich stetig darum bemüht, neue Prozesse zu schaffen, die die Kommunikation und das “Aufbewahren” von Informationen vereinfachen.

Was in der Tat momentan etwas schmerzt ist die schlechte Performance des Forums, gerade weil es der erste Kommunikationskanal zu Magento ist. An diesem Problem arbeitet Magento aber bereits. Alle Accounts für die Seite an sich sind bereits auf ein neues Magento basiertes Framework umgestellt und irgendwann wird auch das Forum in einer Art und Weise überarbeitet sein, dass sich darin schnell und bequem fragen, helfen und suchen lässt.

Roman Zenner hat Jochen Krischs Blog als Aufhänger genutzt, um auch seine Gedanken zur Entwicklung der Community zu formulieren.

“Beispielsweise ist man immer noch weit entfernt von einer transparenten Kommunikation mit Magento, genauer gesagt den Core-Entwicklern.”

Roman Zenner

Roman hat hier vollkommen recht. Wenn man jedoch von der anderen Seite beginnt, ist die Frage viel interessanter. Wieviel Zeit sollte ein Core Entwickler pro Tag darauf verwenden, mit Communitymitgliedern zu diskutieren? Wie filtert man sinnvoll aus, welche der vielen 100 Beiträge die pro Tag neu in die Foren kommen das Core-Entwicklerteam beantworten/bearbeiten sollte? Kann man einem einzigen Entwickler zumuten, die Relevanz eines Feature-Requests zu beurteilen? Ich denke nein. Ich finde, hier muss sinnvoll kanalisiert und gefiltert werden. Wir haben in der deutschen Community nur wenige aktive Mitglieder, die Tag für Tag aktiv die Foren durchsurfen und niemals müde sind, immer die gleichen Fragen neu zu beantworten, teilweise mit sehr ausführlichen Hilfestellungen. Dennoch gibt es viele Beiträge im deutschen Forum, die brach liegen und auf eine Antwort wartend verstauben. Für mich als Community Manager ist das natürlich sehr schade und ich wünschte, man könnte zu jedem Beitrag eine Antwort schreiben. Dafür benötigen wir aber noch mehr hilfsbereite Mitglieder, die sich mit Magento bereits auskennen.

Sehen wir der hässlichen Wahrheit aber mal ins Gesicht: Ein Entwickler in einer Firma sitzend bekommt dafür keine Zeit. Die Projekte stapeln sich bis weit über die unvernünftigen Kapazitätslimits der Agenturen und täglich kommen neue Anfragen hinzu. Magento ist eine Goldgrube für kreative Entwickler, die sich Zeit für Magento nehmen. Der Community-Gedanke steht hier dann in der zweiten Reihe. Ich kenne viele Agenturen und Freelancer die völlig ausgebucht sind, die man teilweise nicht mal mehr telefonisch erreicht.

Wenn all diese Magento-Profis, die ihr Geld mit der Community-Edition verdienen, jede Woche 2 Stunden “reinvestieren” würden, wäre der Community sicherlich ein sehr großer Dienst erwiesen. Doch wie kann man das Denken in den Köpfen deren, die entscheiden, ob diese Zeit zur Verfügung steht oder nicht, beeinflussen?

“Ein wichtiger Punkt ist, dass (…) man nun längerfristig diese Software einsetzen und es sich nicht mit den Machern oder Teilen der Community verscherzen möchte.”

Roman Zenner

Damit unterstellt Roman natürlich der Magento produktiv einsetzenden Community eine gewisse “Duckmäuserichkeit”. Ich glaube, dass gerade das nicht der Fall ist. Im Gegenteil – oft wird kritisch mit Magento umgegangen, gerade weil Magento ein kommerziell agierendes Unternehmen ist. Oft wird versucht, Magento mit Typo3 zu vergleichen. Ich halte diesen Vergleich für unfähig, da Typo3 aus anderen Beweggründen unter anderen Umständen entstanden ist und auch bis heute auf völlig andere Art entwickelt wird. Oft genug lese ich Blogbeiträge und Artikel, in der – wie Sascha Lobo sich sicherlich freuen würde – das Unternehmen und die Software derber “Schmähkritik” ausgesetzt sind. Nicht zuletzt sind es aber diese Artikel, die die Evolution der Software vorantreiben. Roy Rubin persönlich hat sich oft, sofern möglich, dieser Beiträge angenommen und öffentlich Stellung bezogen.

“Die einzige Möglichkeit, etwas Grundlegendes zu ändern wäre, das Projekt zu forken, wie es auch anderenorts nicht unüblich ist. Hier hat es aber noch keine ernstzunehmenden Versuche gegeben, was vor allem daran liegt, dass dies ein sehr arbeitsintensives Unterfangen mit zweifelhaftem (wirtschaftlichen) Nutzen wäre.”

Roman Zenner

Dieser Absatz spiegelt genau das Problem wieder: Jeder schimpft, aber in die riesigen Fußstapfen von Magento Inc. möchte keiner treten. Varien hat damals einen großen und sehr mutigen Schritt gewagt und eine völlig neue Software mit völlig neuem Ansatz geschaffen. Nach 4 Jahren ist Magento zu einem wichtigen, wenn auch kontroversen, Mitspieler in der eCommerce-Szene geworden und alleine diese Erfolg gibt dem Modell recht.

Abschließend (damit das hier nicht ausartet, das liest ja sonst keiner) möchte ich zusammenfassen: Magento ist und bleibt eine komplexe Software. Frickelentwickler aus xt:Commerce-Zeiten hatten und werden weiter hin mit Magento ihre Probleme haben und deswegen auch immer wieder einen scharfen Ton anschlagen. Professionelle Entwickler, beispielsweise aus dem Zend-Umfeld, sind in Abhängigkeit von Zeit und Budget von Magento begeistert und üben sinnvolle Kritik an Dingen, die auch Magento erkannt hat. Eine “handzahme”, interpretiert ängstliche Community sehe ich in Deutschland nicht. Der Markt ist voll von Software, man muss Magento nicht einsetzen, um erfolgreich eCommerce zu betreiben – man kann.

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Meet Magento ReCap aus Veranstaltersicht

8. November 2010

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Nun ist der 8. November und Tobias und ich haben Meet Magento #4.10 hinter uns gebracht! Vielleicht hat ja der eine oder andere Interesse, mal ein Feedback von unserer Sicht der Dinge zu lesen :)
(weiterlesen…)

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Zwischen Büro 71a, Meet Magento und Privatem

25. Oktober 2010

1 Kommentar

Ich glaube, ich habe schon ein schweres schlechtes Gewissen. Ich will gar nicht zählen, wieviele Tage mein letzter Eintrag her ist.

Man könnte meinen, der Umzug ging gänzlich in die Hose und ich sitze seit Monaten auf der Straße, ohne Essen, ohne Kleidung und vor allem – und das ist wohl das Schlimmste – ohne Internet. (weiterlesen…)

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Macinlove – MacBook küsst MacBook Pro

15. März 2010

3 Kommentare

Ich bin ja eh ein Freund der zärtlichen Berührungen, aber diese hier erfüllt mich schon mit einem besonderen Gefühl. Ich bin wohl einer der wenigen Hybridverfechter, die sowohl OS X als auch Windows Stärken wie auch Schwächen attestieren. Aber auf Grund der neuesten Entwicklungen war ein auf Arbeiten ausgerichteter Mac nun mittlerweile fast unumgänglich. Gerade — und das wird Tobias sicher freuen — ich… Nun habe ich mich zu einem neuen MacBook Pro 15″ entschieden — kurzfristig noch dazu für eines mit mattem Display —, welches mich zukünftig bei meiner Arbeit begleiten wird.

Blieb für mich die Frage nach der Übertragung aller Daten vom MacBook auf das MacBook Pro. Die Antwort war der Migrationsassistent. Also habe ich mal eben fix eine Nabelschnur zwischen meinen beiden Macs gespannt und binnen 90 Minuten war das Spektakel schon erledigt.

Nun brauche ich noch eine Lizenz für Coda und los geht’s :) Achso “Coda” – darüber erzähle ich noch. Der Artikel ist schon in Vorbereitung!

Zwei MacBooks mit Netzwerkkabel

Zwei MacBooks mit Nabelschnur

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