Schnitzeljagd für Erwachsene

Geschrieben von Rico Neitzel

Kategorien: Feature, Privates

Ich bin ja, seit ich nicht mehr all zu weit vom Büro entfernt wohne, ein Freund des zu Fuß Gehens geworden. Meine anfänglichen Berührängste mit der freien Natur haben sich nach vielen intensiven Märschen (nicht Märchen!) ins Büro nun gänzlich ins Gegenteil gekehrt, weshalb ich vor kurzem einer alten Freude neues Leben einhauchte.

Das Geocaching – Schnitzeljagd für Große. Mit GPS-Gerät, ‚ner Menge Krams im Rucksack und gutem Schuhwerk gehts also in letzter Zeit doch recht häufig los. Nachts wie auch tags gilt es, kleinere oder größere Verstecke zu entdeckten. Mal an sehr exponierter mal an weniger ersichtlicher Stelle.

Blick über Würzburg bei Nacht

Blick über Würzburg bei Nacht

Kurzum, es macht einen riesen Spaß, Rätsel zu lösen, in der Natur rumzurennen und Verstecke zu finden. Besonders genial finde ich persönlich die Nachtcaches, die wirklich nur bei völliger Dunkelheit machbar sind. Zusammen mit Regen, Matsch, Nebel, einsamster Abgeschiedenheit, Spinnenweben und nur dem schein der Taschenlampen ist das eine unglaubliche Atmosphäre! Alleine würde ich zwar niemals in den Wald rennen und wie ein Irrer vier Stunden Reflektoren und Büchsen suchen, aber im Team ist das eine wirklich tolle Sache.

Vor Kurzem war ich dann auch das erste Mal mit meinen beiden Mädels draußen und die Kleine hat sich unheimlich gefreut, dass Sie einen echten „Piratenschatz“ gefunden hat, und natürlich hat sie sich auch eine Steinmurmel aus der „Schatzkiste“ mitgenommen :-)

Letzte Woche hatte ich mich dann recht ausgiebig mit der Suche nach Taschenlampen beschäftigt. Aktuell habe ich eine normale Maglite 3D. Die ist beim Nachtcachen auch wirklich klasse. Aber wie jede Maglite ist das Teil recht schwer, klobig und verbraucht darüber hinaus auch noch normal D Batterien. Ich bin ja nun auch überzeugter Eneloop-Nutzer (das Video auf der Seite ist aber langatmig – dafür informativ!). So, jedenfalls sollte man keine Akkus mit ungeregelten Lampen nutzen. Ungeregelt? Jawohl. Ich wusste das bisher nicht aber es ist natürlich logisch. In einer ungeregelten Leuchte (wie meiner Maglite 3D) werden die Akkus zu jedem Zeitpunkt zu 100% angefahren und somit wird mit zunehmender Leuchtdauer die Leuchtstärke immer geringer. Dummerweise schaltet eine solche Lampe aber nicht ab, sobald die Leistung der Akkus ein kritisches Minimum erreicht haben, sondern dieses Ding saugt die Akkus einfach komplett leer. Das widerum ist für die Akkus ausgesprochen unschön, denn die meisten sind nach solch einer Tiefentladung schlicht ein Fall für die Sondermüllverordnung.

Also muss für solche Zwecke (wenn man nämlich Akkus statt herkömmlicher Batterien verwenden will) eine Taschenlampe mit geregeltem Output her. Das bedeutet, unabhängig von der Leistungsstärke des Akkus leuchtet die Lampe immer mit einer kontinuierlichen Helligkeit. Fällt die Leistung des Akkus durch Gebrauch unter eine bestimmte Schwelle, schaltet die Lampe in einem Sparmodus (gut) oder einfach ganz aus (überraschen, dann halt doof). Dami ist sichergestellt, dass die Akkus nie tiefentladen werden können. Die Akkus bleiben heil und die Freude groß.

Vor kurzem hab ich im „blöden“ Technik-DiscounterVollsortimenter eine Zweibrüder LED LENSER X21 gesehen. Das ist natürlich ein heiliges Biest mit ungeheurer Power. Nun war ich gut zwei Stunden in diversen Foren unterwegs und hab mich etwas eingelesen. Tragischerweise muss wohl die Verarbeitungsqualität bei Zweibrüder doch eher einer besseren Tchibo-Marke entsprechen. Das alleine hätte mich jetzt noch nicht vom Kauf abgehalten. Allerdings bietet Zweibrüder keine geregelten Taschenlampen an. Da ich mich aber mit so vielen Eneloop AA Akkus eingedeckt habe, möchte ich diese möglichst auch überall einsetzen.

So ging die Suche also weiter nach einer hellen, möglichst ausdauernden Cree-LED-Taschenlampe. Und schlussendlich kam in den Foren immer wieder eine Fenix LD20 vor. Nun – Cree LED, 2 AA Akkus mit geregeltem Output, 15cm lang, 56 Gramm schwer… Hab ich die also mal bestellt. Morgen oder Übermorgen müssten Sie ankommen. Und weil man beim Cachen auch immer mindestens zwei freie Hände braucht, gabs für meine Frau eine Kopfband-Halterung gleich mit dazu. Die kann sie dann auch beim Joggen benutzen.

So – was fehlt mir dann nun, was ich bei einer Zweibrüder P17 gehabt hätte? Fokussierbarkeit und noch stärkerer Helligkeit.

Was habe ich mehr, was ich bei der P17 nicht hätte? Wasserdicht bis zu unter 2 Meter, Wegrollsperre, extrem klein und leicht und vor allem AA Akkus.

Ich denke also, dass ich hoffentlich auf die Fokussierbarkeit verzichten kann und beim nächsten Nachtcache alle Reflektoren, UV-reaktiven Inschriften und Seelen finde!

Nachtcache in Würzburg - Ein Stein

Nachtcache in Würzburg

Nachtcache in Würzburg - Suche

Nachtcache in Würzburg


2 Kommentare Kommentare zur diesem Artikel Sag mir Deine Meinung zu diesem Artikel!

  1. Der Tobi K. sagt:

    du gehst cachen? ich bin sprachlos!
    funk mal durch und suchen mal zusammen ein döschen!

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