Zwischen Büro 71a, Meet Magento und Privatem

Geschrieben von Rico Neitzel

Kategorien: Arbeit und Büro, Feature, Privates

Ich glaube, ich habe schon ein schweres schlechtes Gewissen. Ich will gar nicht zählen, wieviele Tage mein letzter Eintrag her ist.

Man könnte meinen, der Umzug ging gänzlich in die Hose und ich sitze seit Monaten auf der Straße, ohne Essen, ohne Kleidung und vor allem – und das ist wohl das Schlimmste – ohne Internet.

Aber das Gegenteil ist der Fall. Der Umzug lief dank wirklich tatkräftiger Hilfe ausgesprochen gut. Ich habe es mir nach drei, vier Wochen in meinem neuen Domizil schön gemütlich gemacht. Auch der Einzug in die Rosengasse zu meinem alten Blödelbarden, Freund und Kollegen Dominik Freitag von MacMyDay und natürlich direkt gegenüber dem Büro für Gestaltung Peter Hellmund, war mit Tobsens Hilfe ein Kinderspiel.

Tobsen und ich schlagen uns nun also seit 6. April 2010 tapfer durch und versuchen, unsere kleine aber feine Würzburger Werbeagentur in geruhsamem Maß am Leben zu erhalten. Die Bürogemeinschaft in der Rosengasse ist ein sehr amüsantes wie auch buntes Couleur an medienorientierten Dienstleistern. So gestaltet sich der Arbeitsalltag neben all den Kundenprojekten immer mit reichhaltigem Austausch, lauten Flüchen, gemeinsamen Kaffee’en und natürlich dem einen oder anderen Schabernack.

In einem kleinen Resümmee muss ich aber ein paar Dinge über die Selbstständigkeit festhalten:

  1. Man hat immernoch genauso einen sch**ss Termindruck, wie in einer Agentur
  2. Man bekommt immernoch Vorgaben von Kunden, wobei man sich fragt, wer denn den Beruf gelernt hätte
  3. Die Kohle stimmt irgendwie immernoch nicht
  4. „Am Wochenende und täglich länger Arbeiten“ vermeiden ist schwierig

Trotzdem war die Entscheidung – bis heute – auf jeden Fall richtig. Es ist angenehm, wenn man für sich selbst Verantwortung trägt und außer dem eigenen Kunden niemandem Rechenschaft ablegen muss. Ich möchte nicht, dass mich hier meine ehemaligen Arbeitgeber missverstehen. Beim einen oder anderen hat das Arbeiten sehr viel Spaß gemacht, aber es war doch immer so, dass man unterm Strich nach der Pfeife tanzen muss, die die Melodie vorgibt, und diese Pfeife war man selten selbst.

Nun habe ich – es steht ja mal wieder der November vor der Tür – meine letzten Wochen mit der verstärkten Vorbereitung von Meet Magento verbracht und parallel mit Tobsen unser Tagesgeschäft abgewickelt. Vom 3. bis 5. November sind Tobsen und ich dann in Leipzig zu finden. Ich versuche gemeinsam mit netresearch und meinen bezaubernden Kolleginnen Alice Patzer und Annemarie Tappert dem Chaos vor Ort Herr zu werden und Tobsen bekommt hoffentlich wieder ein paar tolle Motive vor die Linse.

Was machen wir sonst, wenn wir nicht die mediale in den Angeln halten? Wir versorgen Einzelunternehmer und klein- bis mittelständische Unternehmen mit allem, was für diese Zielgruppe im Bereich Marketing und Werbung von Interesse und Nutzen ist. Natürlich bringen wir auch unser Fachwissen in den Bereich Printproduktion, Magento und nebenbei auch WordPress ein. Alles in Allem also eine schöne, bunte Mischung aller Disziplinen, die so eine „Werbeagentur in Würzburg“ leisten können sollte. (Jaaa – man kann ja auch ruhig mal in Würzburg beim Battle um den Google Place No. One mitspielen :) )

Stephan! Wie stehts denn mit der „Werbeagentur in Bayreuth“?

So, jetzt heißt es für mich noch: Tolle Rezepte für einer Kinder-Gruselparty raussuchen, die nicht so gruselig sind. Mein Vorschlag von ausgeschabten Glubbsch-Augen in grünem Schleim wurde leider abgelehnt. Ein Trauerspiel! :-)

Der Coda-Artikel ist übrigens tatsächlich noch als Entwurf gespeichert. Ich verspreche hiermit, mich demnächst noch dran zu setzen. Nachdem ich jetzt doch einige Zeit damit gearbeitet habe, gibt es da das eine oder andere zu erzählen. Allerdings: In Zusammenarbeit mit Transmit ist es nur noch halb so schön, da die beiden Programme leider nur eine „manuelle Schnittstelle“ haben und ihre Favoriten nicht live teilen können. Vielleicht hilft Panic da ja noch nach. Nun soll ja erstmal Coda 1.7 als „Zwischenlösung“ kommen, da Coda 2 wohl doch noch etwas länger auf sich warten lässt.

Letzter Aufruf für heute: Kommt nach Leipzig zu Meet Magento!

1 Kommentar Kommentare zur diesem Artikel Sag mir Deine Meinung zu diesem Artikel!

  1. Roman sagt:

    Ich konnte ja meinen Augen nicht trauen, als ich mit dem ersten Kaffee des Tages einen neuen Post meines Buddys Rico lesen durfte! Schönen Gruß nach Frrrrranggen (hach, ich liebe diesen Dialekt)! Das mit der Selbstständigkeit war eine goldrichtige Entscheidung, erst recht für einen wuseligen Tausendsassa wie dich. Das erste Jahr ist immer geprägt von viel Orga und vergleichsweise wenig Geld. Aber daaaaann. Wird’s weniger Orga und irgendwie auch mehr Geld. Vor allem aber das Gefühl, dass man für sich selber schafft und Herr seiner Zeit ist, ist unbezahlbar. Und für den Rest gibt es ja MasterCard 😛

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